Maschkara-Geh

Die Trachtenjugend aus Polling möchte eine fast vergessene Faschingstradition wieder richtig aufleben lassen. Bis vor etwa 20 Jahren war es hier im Ort ganz selbstverständlich, dass am Faschingsdienstag die Kinder als „Maschkara“ verkleidet von Haus zu Haus zogen. Sie klingelten an den Türen, sagten ihre Sprücherl auf und bekamen dafür ein paar Pfennig oder Cent, manchmal sogar eine Mark oder einen Euro – und ganz besonders zur Freude der Kinder auch etwas Süßes.

Dabei wurden diese traditionellen Verse aufgesagt:

Lustig ist die Fasenacht, wenn mei Mutter Kirchal backt, wenn sie aber keine backt, pfeif i auf die Fasenacht. I bin a kloana Bumpanickl, hob an großen Sog, und weil i no nix drinna hob, drum bitt i um a Gob.

Diesen schönen, beinahe vergessenen Brauch, den heute nur noch eine Handvoll Kinder pflegen, versucht die Pollinger Trachtenjugend nun wieder stärker ins Dorfleben zurückzubringen – eine Tradition, die tief in Polling verwurzelt ist und die es so eigentlich nur hier gibt. Ganz anders als moderne Bräuche wie Halloween, die von außen zu uns gekommen sind, ist das Maschkera- Geh ein echtes Stück gelebtes, heimisches Brauchtum. Deshalb gingen heuer 13 Kinder, aufgeteilt in drei Gruppen und begleitet von Erwachsenen, durchs Dorf. Die Bewohner freuten sich sehr über den Besuch der kleinen Maschkara. Auch wenn das Wetter heuer nicht ganz mitgespielt hat, wollen wir diesen schönen Brauch im nächsten Jahr wieder aufleben lassen – vielleicht dann bei etwas besserem Wetter.